Spukort Martinsbüttel

Lost Places

Spukort Martinsbüttel und der alte Waldfriedhof

Ein seit mehreren Jahren anhaltender Hype dreht sich um den sagenumwobenen Waldfriedhof bei Martinsbüttel.

Abenteuerliche Geschichten und Gerüchte finden sich an zahlreichen Stellen im Internet dazu.

Es werden sogar nächtliche Spuktouren dorthin angeboten.

Fast täglich kommen neue Interessierte (darunter auch Satanisten, Grufties, Parawissenschaftler und Nekromanten)

und besuchen den Friedhof, insbesondere bei Nacht.

Dabei scheuen die Besucher nicht vor langen Anreisewegen zurück.

So berichten Besucher aus München, Köln, Berlin usw. von ihrem Besuch dort und geben Tipps dazu,

wann und wie die Anreise dorthin "am Spannendsten" ist.

 

Oftmals mußte bereits die Polizei einschreiten und schwarze Messen, Ruhestörungen und Vandalismus

unterbinden. Auch die Anwohner sind stetig solchen Ereignissen ausgesetzt.

Auch kam es schon zu tätlichen Angriffen auf die örtliche Bevölkerung.

 

Im Wahn vermeintlich einen Geist zu sehen, raste am 12.8.2011 gegen 3:15 Uhr nachts ein betrunkener

26-jähriger aus Lehre auf eine 20-jährige Anwohnerin zu und wollte diese überfahren.

Zuvor hatte die fünfköpfige Gruppe, welche sich im Fahrzeug befand nach einer feuchtfröhlichen Party

beschlossen die Geister in Martinsbüttel munter zu machen und fuhr laut hupend durch das Gut Martinsbüttel.

Die 20-jährige Anwohnerin, welche sich in ihrer Nachtruhe gestört fühlte, wollte den Fahrer auf sein Verhalten

ansprechen und begab sich nach draussen.

Als der Fahrer die junge Frau erblickte, raste er auf diese zu. Sie konnte sich noch durch einen schnellen

Sprung zur Seite retten und blieb unverletzt.

Der Beifahrer warf unterdess eine Bierflasche aus dem Fenster und wollte die Frau damit treffen.

Kurz darauf konnte die verständigte Polizei die Gruppe anhalten und festnehmen.

 

Grund für den Geister-Hype sind stetig wiederkehrende Ereignisse rund um den kleinen Ort, welcher bereits

1292 das erste mal erwähnt wurde.

Der Ort wurde ca. 1383 verlassen und im 15. Jahrhundert erneut als Rittergut besiedelt.

Heute besteht dort das Gut Martinsbüttel aus wenigen Bauernhöfen, Häusern und einem Herrenhaus.

 

Unbelegte Gerüchte um Martinsbüttel sprechen über hellblaue Irrlichter über den Gräbern,

des sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Adelsfriedhofes.

Man spricht von erhängten Katzen, welche in den Bäumen hängen sollen.

Ein fahler alter Mann soll nächtlich mit seinem ebenso fahlen Hund den Weg vom Gutshaus bis hin zum

Friedhof entlangschlurfen. Und bei Vollmond soll stetig ein dichter Nebel über den Gräbern liegen.

 

Desweiteren soll man vor vielen Jahren auf dem Friedhof eine Babyleiche gefunden haben.

 

Am 26.4.2015 wurde ein toter Hund aus dem Kanal direkt bei Martinsbüttel (Höhe Friedhof) geborgen.

Dieser trieb an der Spundwand und wurde dort von einem Spaziergänger entdeckt.

Wie und warum der Hund starb ist unbekannt.

 

2009 wurde eine Leiche im Mittellandkanal gefunden, welcher sich nur wenige Meter von Martinsbüttel

entfernt befindet.

Ein 55-jähriger soll von der Straßenbrücke zwischen Calberlah und Edesbüttel gesprungen sein,

um Selbstmord zu begehen. Die Leiche wurde nur wenige Meter entfernt (bei Martinsbüttel) entdeckt.

 

Im Januar 1993 ist bei Martinsbüttel ein PKW in den Kanal gestürzt.

Im Fahrzeug fand man die Leichen einer Frau und eines Mannes aus Wolfsburg.

Die Köpfe waren heruntergedrückt. Ungefähr 30 Minuten später hat man auf der Bundesstraße 4

ein paar km entfernt vom Unfallort einen durchnässten Mann aufgelesen.

Jener gab an im Fahrzeug gesessen zu haben.

Er hatte keinerlei Ausweispapiere dabei und wurde auf richterlichen Beschluß in das Landeskrankenhaus

Königslutter eingewiesen (Psychatrie).

 

1992 ereignete sich ein Mord auf dem Trampelpfad zwischen Friedhof und angrenzendem Wald.

Dort fand man die Leiche eines Gutshofangestellten, mit zerfetztem Brustkorb.

Zunächst ging man von einem Jagdunfall aus.

Da die Patrone jedoch nicht gefunden wurde, blieb der Fall ungeklärt.

 

Man munkelt ein Mann habe bei Pflegearbeiten auf dem Grab seiner Mutter eine Kugel im Erdreich gefunden

und seine kürzlich verstorbene Mutter habe stets Streit mit dem Gutsangestellten gehabt.

Die Polizei soll die Kugel als Mordkugel identifiziert haben.

Kurios sei, dass eine solche Kugel nach 1921 nicht mehr produziert wurde.

 

Während des Baus des Elbe-Seitenkanals, zwischen 1968 und 1976, wurden auf dem Friedhof Martinsbüttel

zwei tote Arbeiter gefunden. Auch diese Todesursache konnte nicht aufgeklärt werden.

Man hat die toten Arbeiter mit verschränkten Armen nebeneinander liegend auf dem Friedhof abgelegt.

Am Abend zuvor soll sich auf dem Friedhof ein Saufgelage abgespielt haben.

 

Da es derzeit in der Mode scheint diesen Lost Place wieder häufiger zu besuchen,

möchte ich potenziellen Besuchern folgendes mitteilen:

 

Letztendlich passieren Unfälle, Morde und Selbsmorde mindestens genau so häufig auch an anderen Stellen der Welt.

Von daher sollte es keine Grund geben den Friedhof, außer zum Gedenken der Toten, dort zu besuchen.

 

Aufgrund von Sagen, Geschichten aber auch wahren Berichten diesen Platz aufzusuchen ist

verschwendete Zeit.

Außer ein paar alter Gräber und ein paar Bäumen gibt es dort nichts besonderes zu sehen.

Gleiches sieht man auch auf zahlreichen, beliebigen anderen Friedhöfen.

Eine Friedhofskapelle, welche in vielen Berichten erwähnt wird gibt es dort definitiv nicht.

Das Betreten des Geländes ist unbefugten zudem verboten.

Das Herrenhaus, welches leerstehend, verfallen und dennoch begehbar sein soll, in welchem sich

nächtliche unerklärbare Lichterscheinungen befinden sollen gibt es dort zwar, es ist jedoch

saniert und bewohnt.

Es befindet sich in Privatbesitz und das Betreten des Grundstücks ist untersagt.

Auch das Befahren der Zufahrtsstraßen, bis nach Martinsbüttel, ist derzeit durch mehrere Verbotsschilder untersagt..

 

In diesem Sinne spart euch den Weg !

 

Bericht vom 29.7.2009 Aller Zeitung

Bericht vom 12.8.2011 der Aller Zeitung

Forenbeiträge bei Allmystery.de

 

 

 

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