Geisterdorf Lopau

Lost Places

Das verlassene Dorf Lopau

Das Geisterdorf mitten in der Lüneburger Heide liegt direkt am Truppenübungsplatz Munster.

Das typische norddeutsche Dorf wurde erstmals im Jahr 1293 urkundlich erwähnt.

Damals bestand es nur aus drei kleinen Höfen.

1895 erwarb ein Industrieller einen Heidehof in Lopau und gestaltete das Areal zu einem repräsentativen Landsitz um.

In erster Linie diente das Anwesen zur Vorführung von Dampfpflügen.

Um 1900 zählte das Dorf 123 Einwohner.

Dorfmittelpunkt war eine Schule, die noch heute erhalten ist.

1922 wurde das Gut an den Staat verkauft.

Zu Kriegszeiten verschenkte der Staat dann einen Hof und 40 Hektar Land an einen Gauleiter.

Dieser errichtete auf dem Gelände einen privaten Bunker, welcher nur noch teilweise vorhanden ist.

1970 lebten nur noch 62 Menschen in Lopau.

Schließlich riss die Bundeswehr 1978 einen großen Hof auf dem Gelände ab.

Anfang der 80er Jahre wurde die Schießbahn 7 des Truppenübungsplatzes Munster Nord gebaut.

Damit fiel Lopau in den Sicherheitsbereich und seine Bewohner wurden umgesiedelt.

Heute dient ein Hof, einer Gruppe von Pfadfindern, als Vereinsheim.

Das ehemalige Wohnhaus von Waldarbeitern beherbergt nun den Betriebshof der Bundesforstverwaltung.

Die Ortschaft darf nur betreten werden, wenn die Schranken zum Truppenübungsplatz geöffnet sind.

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