FDGB Heim Fritz Heckert

Lost Places

FDGB Erholungsheim Fritz Heckert

Das Erholungsheim Fritz Heckert des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes der DDR liegt nahe Gernrode im Harz.

Es wurde im Jahr 1952 erbaut und war das erste seiner Art.

Bauherr war der Feriendienst des FDGB.

Mit 85 Gästezimmern bot es bis zu 147 "Gästen" platz.

Neu war vor allem, die zentrale Ölheizung, welche es ermöglichte, Bäder mit Kalt- und Warmwasseranschluss auf den Zimmern

einzubauen. Ein für damalige Verhälnisse unvorstellbarer Luxus.

Zudem gab es mehrere Klubräume, Fernsehzimmer, Billardzimmer, Schachzimmer, sportliche Einrichtungen einen riesigen Speise- und zugleich Kinosaal, sowie eine Bibliothek.

Die einzelnen Zimmer waren meist mit hochwertigem Parkett ausgelegt und hatten teilweise einen Balkon.

Je weiter man die Treppen nach oben steigt, desto geräumiger und luxuriöser werden die Zimmer.

Es gab auch mehrere Aufzüge für das Essen.

Die Vorderseite des Gebäudes glänzt durch geschwungene Architektur.

An diesen Stellen befanden sich Panoramafenster, welche den weiten Blick auf den Wurmberg und den Brocken ermöglichten.

1970 wurde das Gebäude für weitere 140 zusätzliche "Gäste" ausgebaut.

Gäste scheint ein übertriebenes Wort, denn hauptsächlich treuen Funktionären der DDR waren die Türen geöffnet.

Dem normalen Arbeiter, welchen der Feriendienst laut Aufgabe günstige Erholungsmöglichkeiten vermitteln musste,

blieb der Weg dorthin meist versperrt.

Mit dem Ende der DDR endete auch die Aufgabe des Feriendienstes.

Seither steht das Objekt komplett entkernt leer und ist frei zugänglich.

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